Let’s go to the movies…

Escapism – ein schönes Wort, schöner als in der deutschen Sprache jedenfalls. Escapism heißt so viel wie „Wirklichkeitsflucht“. Escapism. Fast hört es sich an wie ein Zauberspruch, der einen an einen entfernten Ort beamt, weg vom Alltag, von dem Hier und Jetzt, vom Grau hinein ins verwunschene Bunt, ab Hinter den Vorhang.

Bunt, laut, albern wird es vor allem, wenn der Frauenabend ansteht. Etwas, das keine Mindesteilnehmeranzahl verlangt. Das einzige was Ladies Night braucht, sind die richtigen Filme. Selbes gilt für die Männer an Gents Night – hat hier jemand „Yippie-ya-yeah, Schweinebacke“ gesagt…?

Doch ab und zu ist selbst der Zufluchtsort in Grautöne getüncht. So wie bei manchem Klassiker der Woche. Rudimente aus den schwarz-weißen Zeiten Hollywoods, die die gr0ßen Diven, einige der cleversten Dialoge und tragischsten Dramen der Filmgeschichte hervorgebracht haben.

Und dann gibt es da ja auch noch diese ganz bestimmten Fälle. Die Kuscheldecken unter den Filmen, die Baumhäuser und Bettlackenzelte. Die All Time Favourites, die immer dann passen, wenn nichts mehr passt. Wo an der gleichen Stelle schon hundert Mal gelacht wurde und noch weitere hundert Male folgen werden. Wo am Ende der Tod kein Erbarmen kennt, so wie schon damals am Anfang nicht, als er die geliebte Filmfigur zum ersten Mal der Leinwand entriss. Das sind diese Filme, die nicht besonders gut sein müssen, die vielleicht kaum jemand kennt oder von den Kritikern abgestraft wurden und doch sind es diese Filme, die besonders sind. Immer wieder.

 

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